Studio Hyra University
Lovable & Base44
Echte Tools die Daten speichern, Logik verarbeiten und ohne Code funktionieren.
8 Lektionen · ~35 Min · Einsteiger
Lektion 01
Apps, nicht Seiten
Seiten zeigen Informationen. Apps tun Dinge. Lovable und Base44 bauen Apps. Das ist der Unterschied und warum er zählt.
Eine Seite ist eine Broschüre. Eine App ist ein Tool. Nutzer lesen nicht nur, sie interagieren. Formulare, personalisierte Ergebnisse, gespeicherte Daten.
Wann Lovable nutzen: interaktive Features, mehrere Seiten, Logik die auf Eingaben reagiert. Deployed sofort, sieht professionell aus.
Wann Base44 nutzen: das Tool muss sich Dinge merken. Formular-Eingaben die gespeichert werden. Nutzerdaten die bestehen bleiben. Kontakte, Bestand, Feedback.
Zusammen: Lovable für die Oberfläche, Base44 für die Daten. Oder fang mit einem an und füge das andere hinzu wenn nötig.
Bau das
Denk an ein Tool, das dein Team nutzt und das eigentlich eine Tabelle ist, die vorgibt ein Tool zu sein. Das ist dein erster Bau-Kandidat.
Lektion 02
Deine erste Lovable App
Baue in 30 Minuten ein funktionierendes Tool in Lovable. Keine Landingpage. Ein Tool mit echter Funktionalität.
Baue ein Kunden-Aufnahmeformular. Sage Lovable: "Baue ein Kunden-Aufnahmeformular mit Feldern für Firmenname, Projektbeschreibung, Budgetrahmen und Zeitplan. Zeige nach dem Absenden ein formatiertes Projekt-Briefing."
Iteriere: füge bedingte Felder hinzu ("Wenn das Budget unter 5.000 Euro liegt, zeige eine Starterpaket-Nachricht"), verbessere das Design, füge dein Branding hinzu.
Deploye. Teile die URL. Deine Kunden füllen es aus. Du bekommst strukturierte Briefings statt chaotischer E-Mails.
Das Ganze: 30 Minuten von der Beschreibung zum Live-Tool.
Bau das
Öffne Lovable. Beschreibe ein Aufnahmeformular für dein tatsächliches Business. Baue es. Deploye es. Sende die URL an die nächste Person, die dich kontaktiert.
Lektion 03
Dein erstes Base44 Tool
Baue ein Tool mit einer echten Datenbank. Daten bleiben erhalten. Mehrere Personen können es nutzen. Das füllt die Lücke, die die meisten No-Code-Tools übersehen.
Baue einen Lead Tracker. Ein Formular zum Hinzufügen von Leads (Name, Firma, Status, Notizen). Ein Dashboard das alle Leads zeigt, filterbar nach Status. Klicken zum Bearbeiten.
Der Schlüsselmoment: füge einen Lead hinzu, schließe den Browser, komm zurück. Er ist noch da. Das ist der Unterschied zwischen einer Demo und einem echten Tool.
Die Terminologie von Base44 entspricht Tabellenkalkulation. Tabellen sind wie Blätter. Felder sind wie Spalten. Ansichten sind wie gefilterte Ansichten. Wenn du Excel nutzen kannst, kannst du Base44 nutzen.
Durchgang: erstelle die Tabelle, baue das Formular, baue die Ansicht, verbinde sie. Funktional in 30 Minuten.
Bau das
Baue den Lead Tracker. Füge fünf echte Kontakte hinzu. Schließe den Browser. Komm zurück. Sie sind da. Füge jetzt einen Kollegen als Nutzer hinzu. Du hast gerade ein geteiltes CRM gebaut.
Lektion 04
Lovable Deep Dive: mehrseitige Apps
Lovable baut Apps mit mehreren Seiten, Navigation und geteiltem State. Das ist echte App-Struktur.
Baue ein Projekt-Dashboard mit drei Seiten. Eine Übersicht mit aktiven Projekten und Status-Indikatoren. Eine Detailseite pro Projekt mit Timeline, Aufgaben und Notizen. Eine Einstellungsseite für Kategorien.
Navigation zwischen Seiten. Daten geteilt über Seiten hinweg. Das fühlt sich an wie eine echte Anwendung, nicht wie ein Einzelseiten-Tool.
Lovable generiert React-Code unter der Haube. Es kümmert sich um Routing, State Management und responsives Design. Du beschreibst was du willst. Es kümmert sich um das Wie.
Die Lektion: du bist nicht auf Einzelseiten-Tools beschränkt. Mehrseitige Apps mit echter Navigation sind absolut machbar.
Bau das
Erweitere etwas, das du bereits gebaut hast. Füge eine zweite Seite hinzu. Füge Navigation zwischen ihnen hinzu. Schau wie Lovable mit mehrseitiger Struktur umgeht.
Lektion 05
Base44 Deep Dive: verbundene Daten
Kontakte haben Projekte. Projekte haben Aufgaben. Aufgaben haben Status. Verbundene Daten ohne Datenbank-Jargon.
Baue ein einfaches CRM mit drei verbundenen Tabellen. Kontakte (Name, Firma, E-Mail). Projekte (Titel, Kontakt, Status, Wert). Aktivitäten (Datum, Projekt, Notiz, nächster Schritt).
Die Magie: klicke auf einen Kontakt, sieh seine Projekte. Klicke auf ein Projekt, sieh Aktivitäten. Alles verbunden.
Relationale Daten in menschlichen Begriffen: "Ein Kontakt hat mehrere Projekte. Ein Projekt hat mehrere Aktivitäten. Base44 verfolgt diese Verbindungen." Kein Datenbank-Jargon. Kein SQL. Einfach "das verbindet sich mit jenem."
Das können Tabellenkalkulationen nicht sauber. Verbundene Daten die organisiert bleiben, während sie wachsen.
Bau das
Baue das Drei-Tabellen-CRM. Füge echte Daten hinzu. Navigiere zwischen verbundenen Datensätzen. Das ist der Moment, wo es sich nicht mehr wie Spielzeug anfühlt.
Lektion 06
Schön machen
Standard-Output ist funktional. Diese Techniken machen es professionell ohne Designkenntnisse.
Für Lovable: referenziere einen Stil. "Mach es so wie [bekannte Website]" oder "Dunkles Theme, orangene Akzente, saubere Sans-Serif, viel Weißraum." Sage, dass shadcn/ui Komponenten für moderne, polierte UI verwendet werden sollen.
Lade einen Screenshot eines Designs hoch, das dir gefällt. Lovable ist gut darin, visuelle Referenzen zu treffen.
Für Base44: fokussiere auf saubere Datenansichten, gut lesbare Tabellen und klare Formulare. Base44-Tools sehen funktional aus, nicht auffällig. Für interne Tools ist das okay.
Wenn es schön sein muss, baue in Lovable. Wenn du Daten brauchst, nutze Base44. Wenn du beides brauchst, kombiniere sie.
Bau das
Nimm eine Lovable-App die du gebaut hast. Füge das zu deinem Prompt hinzu: 'Nutze shadcn/ui Komponenten. Dunkles Theme. Sauber und modern.' Generiere neu. Vergleiche das Vorher und Nachher.
Lektion 07
Lovable mit Daten verbinden
Lovable kann sich mit Supabase verbinden für echte Datenbank-Power. Schönes Frontend, professionelles Backend.
Lovable + Supabase: baue ein schönes Frontend in Lovable, speichere Daten in Supabase. Das Beste aus beiden Welten.
Richte ein kostenloses Supabase-Projekt ein. Erstelle eine Tabelle. Sage Lovable: "Diese App soll Daten aus meiner Supabase-Datenbank lesen und schreiben."
Das ist mächtiger als die eingebauten Daten von Base44. Echte Datenbank, echte Sicherheit, echtes Skalierungspotenzial. Es ist auch der erste Schritt in Richtung Assisted Coding.
Ehrliche Anmerkung: diese Lektion ist am Rand von No-Code. Wenn es sich nach zu viel anfühlt, sind die eingebauten Daten von Base44 völlig in Ordnung.
Bau das
Erstelle ein kostenloses Supabase-Projekt. Erstelle eine Tabelle. Probiere sie mit einer Lovable-App zu verbinden. Wenn es funktioniert: du bist gerade ins Fortgeschrittenen-Gebiet gewechselt. Wenn nicht: kein Problem, nutze Base44.
Lektion 08
Wann welches wählen und wann weitergehen
Lovable vs Base44 vs zum Code graduieren. Wann was die richtige Antwort ist.
Wähle Lovable wenn: es gut aussehen muss, mehrseitige Navigation braucht, eigene Interaktionen braucht, kundenorientiert ist.
Wähle Base44 wenn: Datenpersistenz braucht, relationale Daten, ein internes Tool ist, Geschwindigkeit wichtiger als Feinschliff.
Wähle beides wenn: du ein poliertes Frontend mit persistenten Daten brauchst.
Graduiere zum Code wenn: mehr als 20 tägliche Nutzer, du Benutzerrechte brauchst, es 24/7 zuverlässig sein muss, die Logik zu komplex für natürliche Sprache ist.
Lovable generiert React-Code. Exportiere ihn nach VS Code und mache mit Claude Code weiter. Dein No-Code-Prototyp wird zur Grundlage einer Produktions-App.
Bau das
Beurteile ehrlich: reicht das, was du gebaut hast? Wenn ja, nutze und verbessere es weiter. Wenn du an eine Wand gestoßen bist, identifiziere welche. Das sagt dir den nächsten Schritt.
Du hast echte Tools gebaut.
Apps mit Daten, Logik und echten Nutzern. Willst du den Code dahinter verstehen? VS Code for AI ist der nächste Schritt.